%Vol: 13.0
Preis (je 0,75l): 2.29 (plus)
Tastingtermin: 26.06
Tastingmaster: Marian, Sebastian
Nase: Mit einer leicht säuerlichen, trockenen Nase macht dieses Glas einen recht weißweinigen Eindruck und bestätigt damit die Erwartung, die die recht helle Farbe weckt. Dabei ist sie jedoch durchaus angenehm, und trotz furchtbarer Erfahrungen mit als Rosé getarnten Weißweinen, wollen wir ja nicht mehr vorurteilsbehaftet sein, als wir es Tag aus, Tag ein sowieso sind... (1)
Körper: Frisch, leicht säuerlich, ohne übertriebene Fruchtigkeit oder Schwere. Die Nähe zum Weißwein ist spürbar, aber man kann ihn dennoch einigermaßen vernünftig pur trinken. Der "Johannes E." macht keine Zicken, aber auch keinen Lapdance. (6)
Abgang: Der Körper kippt um und übrig bleibt ... nix. (0)
Fazit: Auch unter der Maßgabe eines Highspeedtastings vor dem Kinogang bilden wir uns ein, ein profundes, professionelles, wissenschaftliches und zeitlos gültiges Urteil über diesen Wein gebildet zu haben. Und das lautet: Er ist durchaus trinkbar, schnell und schmerzlos, und sicherlich damit auch fair im Preis. Zum Essen ist er dabei sicherlich besser geeignet als pur, aber er gehört auf keinen Fall zu den Weinen, den man aus Stolz oder Snobismus abweisen sollte, wenn auf einer Feierlichkeit einem ein Kasten angeboten wird oder jemand am Straßenrand eine angebrochene Flasche verloren hat. (7)
Snobfaktor: 20.38
Prollfaktor: 28.38
Freitag, 26. Juni 2009
Mittwoch, 24. Juni 2009
Louis de Montgérac, 2007 (Frankreich, Bordeaux)

%Vol: 12.0
Preis (je 0,75l): 3.49 (aktiv Discount)
Tastingtermin: 24.06
Tastingmaster: Marian, Sebastian
Nase: Vollnasig, vielversprechend, leiche Süße, sehr präsent. (2)
Körper: Da gibt es kaum spürbar Kohlensäure, dennoch haben wir eine angenehme Frische, die entgegen des "Folinari" dennoch eine offensive aromatische Vielfalt besitzt. Die Stärke eines Bordeaux meldet durchaus ihren Anspruch an. Gut komponierte Charakteristik, eine Note von Sauerkirschen, die an trockenes Gelee erinnert, zuckerfreie rote Grütze ... mit einer Idee von Kräutern ... ja ... Kräutern der Provinz ... ja : Thymian! (9)
Abgang: Hier findet sich leider keine überragende Wende, der Geschmack bricht in eine bittere Note, die zunimmt, je mehr man trinkt. Diese ist nicht übermannend, aber dennoch zu deutlich, um sie zu vernachlässigen. (1)
Fazit: Der Hauptmakel am "Louis" ist wohl, dass nach umfangreichem Konsum die Bitterkeit im Abgang zu überwiegend wird. Das ist der einzige Haken, denn ansonsten haben wir hier einen tollen, ausgewogenen Rosé. Aber eben vielleicht eher zum bedachten Genuss als maßlosen Konsum zu empfehlen. (12)
Snobfaktor: 22.92
Prollfaktor: 17.19
Samstag, 13. Juni 2009
Folinari Aurora, 2008 (Italien, Pinot Grigio)

%Vol: 12,0
Preis (je 0,75l): 2.99 (REWE)
Tastingtermin: 13.06
Tastingmaster: Marian, Sebastian
Nase: Nicht vorhanden ... ja doch: schwach vorhanden ... also nicht wie Wasser ... Erkennung: Wein. Erkennung: Rosé könnte man vielleicht noch sagen. Aber eben ohne Inhalt. Irgendwie... (0)
Körper: Anders als die meisten leichten sommerlichen Rosé besticht der "Folinari" nicht durch Kohlensäure, sondern die Leichtigkeit kommt von der Abwesenheit schwererer Aromen oder Bitterkeit. Es ist eine Wässrigkeit im nicht-negativen Sinne. Der Alkohol ist kaum spürbar und es bleibt weder Säure noch Abstringentifigenz (neues Lieblingswort!) über, die einem das Trinken versauen könnte. Eine leichte Süße, die sich aber nicht in konkrete Aromen aufschließen lässt, begleitet das Ganze. Damit bekommen wir hier eine schlichte Form von einem Sommerrosé, gut trinkbar aber keinesfalls anspruchsvoll. (7)
Abgang: Der Abgang entspricht dem Körper. Die darin erreichte Leichtigkeit bleibt lange erhalten, neue Aspekte treten allerdings nicht hinzu. In umgekehrter Genussreihenfolge würde der Abgang sogar einen noch etwas besseren Wein nahelegen - er ist eines wahrhaften Sommerrosé würdig. (2)
Fazit: Jeder Tastingbeitrag hat eine Geschichte. Ich erinnere mich, dass "Folinari" einmal ein Cabernet-Sauvignon-Tasting bei uns aufwirbelte, und so haben wir guten Grund, auch den Rosé dieses Hauses zu probieren...
Nein, haben wir nicht. Dieser Rosé ist ein Grauburgunder, und wenn wir beginnen den mit CabSauv zu vergleichen, können wir eigentlich auch gleich Pepsi gegen Apollinaris an den Start schicken.
Dieser Tastingbeitrag hat also keine Geschichte. Wir haben ihn gekauft, weil wir ihn uns vom zusammengesammelten Pfandgeld gerade so leisten konnten.
Um so überraschender, dass wir für ihn eine Sonderempfehlung aussprechen können: Trotz der eher durchschnittlichen Wertung wollen wir diesen Rosé vor folgendem Hintergrund empfehlen: Es ist kein übertrieben guter Wein, aber ein treffsicherer Sommerrosé, weil er trotz fehlender aromatischer Komplexität eine angenehme Leichtigkeit bei wohligem Geschmack erreicht; gekennzeichnet durch die Abwesenheit negativer Faktoren (ein schlichter Volkswein sozusagen ... Zinfandel also!). Es ist gewissermaßen die Grundsubstanz zum Sommerwein, hier müssten jetzt nur noch Aromen hinein ... Kirschlikör oder so. (9)
Snobfaktor: 20.07
Prollfaktor: 20.07
Dienstag, 9. Juni 2009
Vina Vilano Ribera del Duero Rosado, 2008 (Spanien, Tempranillo)
%Vol: 13,0Preis (je 0,75l): 4.76 (ebrosia)
Tastingtermin: 09.06
Tastingmaster: Marian, Sebastian
Nase: Wir vernehmen einen eigensinnigen Geruch, der eine gewisse Blumigkeit aufweist, und an Himbeere erinnert ... mich ferner an die Hefeklöße meiner Großmutter. (1)
Körper: Besonders auffällig ist zunächst die Kohlensäure, die einen feinen Gegenpunkt zu dem sonst sehr kräftigen und schweren, spürbar alkoholischen Körper darstellt. Das ist im Grunde auch der Hauptkniff des "Vina Vilano", durch die Gleichzeitigkeit von aromatischer Schwere und spritziger Frische eine Rotweinbitterkeit mit typisch sommerlicher Kohlensäure zu kombinieren. Das Dumme daran ist, dass beide Richtungen sich nicht so recht um ein charakteristisches Zentrum drehen wollen, sondern eher nebeneinander stehen. Das tun sie zwar nicht in einem solchen Extrem, dass sie völlig losgelöst wären, aber dennoch spürt man deutlich, wie Rotwein hier mit Sekt ringt. Kein schlechter Rosé, aber zu astringent für den Sommer. (7)
Abgang: Interessanter Abgang. Im Nachspiel hält sich der Körper wie ein Großer. Es interveniert allerdings alsbald eine gewisse Säure, die eine Spitze anführt, nach deren Einbrechen der Geschmack immer noch da ist. Die Säure zieht gewissermaßen in die Zunge ein und hinterlässt etwas, was an die Nase erinnert (die Hefeklöße!). Insgesamt ist hat der "Vina Vilano" einen wohligen Nachklang mit spektakulärem Standvermögen ... der hält sich wie ein Rotwein! (3)
Fazit: Das hier ist alles andere als ein schlechter Wein, er ist sogar ausgesprochen interessant. Wir sind über ihn sogar ausgiebig mit uns in Klausur gegangen. Er hat Charakter und ist durchaus lecker, aber es fehlt eben der letzte Schliff und die Sommertauglichkeit. Eigentlich müsste man ihm außerdemeinen Bonuspunkt für den sexy knallroten Kunststoffkorken geben. (11)
Snobfaktor: 15.41
Prollfaktor: 13.66
=> auch getestet von André
Golden Kaan, 2008 (Südafrika, Pinotage)
%Vol: 12,0
Preis (je 0,75l): 4.79 (aktiv Discount)
Tastingtermin: 09.07.
Tastingmaster: Marian, Sebastian
Nase: Es ist eine unspektakuläre Nase, leichte Herbe. (1)
Körper: Primär schmeckt man eine deutliche Herbe, gepaart mit leichter Säure, die sich am ehesten in Johannesbeeraroma sammeln. Zum Essen mit kräftigeren Speisen passt das durchaus, als reinen Trinkwein ist er aber zu doll. (5)
Abgang: Im Abgang bleibt die Säure, die Johannesbeere kommt noch etwas heraus. (1)
Fazit: (7)
Snobfaktor: 12.31
Prollfaktor: 15.83
Preis (je 0,75l): 4.79 (aktiv Discount)
Tastingtermin: 09.07.
Tastingmaster: Marian, Sebastian
Nase: Es ist eine unspektakuläre Nase, leichte Herbe. (1)
Körper: Primär schmeckt man eine deutliche Herbe, gepaart mit leichter Säure, die sich am ehesten in Johannesbeeraroma sammeln. Zum Essen mit kräftigeren Speisen passt das durchaus, als reinen Trinkwein ist er aber zu doll. (5)
Abgang: Im Abgang bleibt die Säure, die Johannesbeere kommt noch etwas heraus. (1)
Fazit: (7)
Snobfaktor: 12.31
Prollfaktor: 15.83
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