Freitag, 24. April 2009

Vina Vilano Ribera del Duero Rosado, 2008 (Spanien, Tempranillo)

%Vol: 13,0
Preis (je 0,75l): 4.76 (ebrosia)
Tastingtermin: 24.04.
Tastingmaster: André


Wider den Discountern - das ebrosia-Experiment (Teil 1): 5 Rosé unter 5 Euro vom Online-Fachhändler!

Nase: Der Wein duftet lecker nach Frucht, Erdbeere, dazu etwas säuerlich. Kindheitserinnerung: lecker, kalter, frisch angerührter Erbeer-Quark. (1)

Körper: Im Antritt eine Fruchtbombe, aber nicht im "frischen Sinne". Eher in Alkohol eingelegte Kirsche, Rumtopf. Ein schweres Geschoß. Entwickelt sich dann über eine minimale Säure zu einer leichten Bitterkeit (Kaffee) hinten raus. Sehr interessanter Rosé, könnte man lange dran philosophieren, der komplexeste, den ich je hatte. (9)

Abgang: Der Abgang ist für mich außerordentlich angenehm: Keine (häufig bei Rosé anzutreffende) klebrige Süße, sondern ein leichte, frische Bitterkeit, welche den komplexen Körper fein zu einem würdigen Ende führt. Den könnte man ohne weiteres den ganzen Abend trinken - Klasse! (3)

Fazit: Jawoll... da haben wir einen ersten Volltreffer! Mit knapp 5 Euro zwar schon im High-End - aber ... man gönnt sich ja sonst nix! ;-) Überraschend deutlich nimmt die Tempranillo-Rebe Einfluß auf das Gesamtkunstwerk. Dadurch entsteht ein interessanter und komplexer Wein, welcher allerdings die klassische Einfachheit und Spritzigkeit eines Sommer-Rosé (wie in Doc Gonzo's Tasting gesucht) etwas vermissen lässt. Deshalb ein Fazit in zwei Schritten: 1. Klasse Wein! 2. Möglicherweise nur bedingt als "Durstlöscher an heißen Sommertagen" geeignet. (13)

Snobfaktor: 18.21

Prollfaktor: 13.66

=> auf getestet von S&M

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