Samstag, 13. Juni 2009

Folinari Aurora, 2008 (Italien, Pinot Grigio)


%Vol: 12,0
Preis (je 0,75l): 2.99 (REWE)
Tastingtermin: 13.06
Tastingmaster: Marian, Sebastian


Nase: Nicht vorhanden ... ja doch: schwach vorhanden ... also nicht wie Wasser ... Erkennung: Wein. Erkennung: Rosé könnte man vielleicht noch sagen. Aber eben ohne Inhalt. Irgendwie... (0)

Körper: Anders als die meisten leichten sommerlichen Rosé besticht der "Folinari" nicht durch Kohlensäure, sondern die Leichtigkeit kommt von der Abwesenheit schwererer Aromen oder Bitterkeit. Es ist eine Wässrigkeit im nicht-negativen Sinne. Der Alkohol ist kaum spürbar und es bleibt weder Säure noch Abstringentifigenz (neues Lieblingswort!) über, die einem das Trinken versauen könnte. Eine leichte Süße, die sich aber nicht in konkrete Aromen aufschließen lässt, begleitet das Ganze. Damit bekommen wir hier eine schlichte Form von einem Sommerrosé, gut trinkbar aber keinesfalls anspruchsvoll. (7)

Abgang: Der Abgang entspricht dem Körper. Die darin erreichte Leichtigkeit bleibt lange erhalten, neue Aspekte treten allerdings nicht hinzu. In umgekehrter Genussreihenfolge würde der Abgang sogar einen noch etwas besseren Wein nahelegen - er ist eines wahrhaften Sommerrosé würdig. (2)

Fazit: Jeder Tastingbeitrag hat eine Geschichte. Ich erinnere mich, dass "Folinari" einmal ein Cabernet-Sauvignon-Tasting bei uns aufwirbelte, und so haben wir guten Grund, auch den Rosé dieses Hauses zu probieren...
Nein, haben wir nicht. Dieser Rosé ist ein Grauburgunder, und wenn wir beginnen den mit CabSauv zu vergleichen, können wir eigentlich auch gleich Pepsi gegen Apollinaris an den Start schicken.
Dieser Tastingbeitrag hat also keine Geschichte. Wir haben ihn gekauft, weil wir ihn uns vom zusammengesammelten Pfandgeld gerade so leisten konnten.
Um so überraschender, dass wir für ihn eine Sonderempfehlung aussprechen können: Trotz der eher durchschnittlichen Wertung wollen wir diesen Rosé vor folgendem Hintergrund empfehlen: Es ist kein übertrieben guter Wein, aber ein treffsicherer Sommerrosé, weil er trotz fehlender aromatischer Komplexität eine angenehme Leichtigkeit bei wohligem Geschmack erreicht; gekennzeichnet durch die Abwesenheit negativer Faktoren (ein schlichter Volkswein sozusagen ... Zinfandel also!). Es ist gewissermaßen die Grundsubstanz zum Sommerwein, hier müssten jetzt nur noch Aromen hinein ... Kirschlikör oder so. (9)

Snobfaktor: 20.07

Prollfaktor: 20.07

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