Montag, 13. Juli 2009

Ventoux, 2008 (Frankreich, Grenache / Cinsault / Carignan / Syrah)

%Vol: 12.5
Preis (je 0,75l): 2.90 (Globus)
Tastingtermin: 13.07
Tastingmaster: André, Marian


Nase: In der Nase, haben wir eine kühle, leicht herbe Frische; durchaus angenehm und unaufdringlich. Macht keine großen Versprechungen und weckt auch keine bösen Befürchtungen. (1)

Körper: Eins ist sicher: der "Ventoux" ist ein ausgesprochen trockener Rosé. In einem klassischen Tannin-Move legt er einem die Zunge trocken, voller Überzeugung, dass sein natürlicher Aggregatzustand nicht liquid ist. Dabei allerdings wartet er mit einer überraschenden Fruchtigkeit auf, frei aller Süße oder Kohlensäure, aber deutlich wie eine Mischform aus Melone und Sternfrucht. Paradox wie es klingt, ist er dabei erschreckend ausgewogen; so dass er wenig Spielraum für imaginäre Verbesserung lässt. (9)

Abgang: Es kommt eine leichte, aber unbedeutende Herbe hinzu, die von einer durchaus recht standhaften Frische kompensiert wird. Alles in allem kein Flip Flop, aber man geht auch nicht in die Knie. (1)

Fazit: Die Kombination aus Trockenheit und Frucht machen den "Ventoux" zu einem anspruchsvolleren Rosé, mal abseits der Frucht-, Tannin- und Säurebomben. Man muss sich nicht vormachen, dass die Sonne untergehen muss und alles würde gut (denn die Hitze wäre weg), sondern man muss einsehen, dass es hier ein 24h-Genusswein ist. Viel können wir im Sommer davon zweifellos nicht trinken - dafür ist er zu trocken - aber gerade in Rücksichtnahme auf den Preis haben wir hier einen Kandidaten, der sich wirklich mal lohnt, abseits des Sommerrosé frequentiert zu werden. Eine gelungene Mischung, wie man vielleicht auch erwarten sollte, wenn man schon ein knappes halbes Dutzend Rebsorten zusammenschmeißt. (11)

Snobfaktor: 25.29

Prollfaktor: 21.55

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