%Vol: 12,5Preis (je 0,75l): 3.50 (Rossmann)
Tastingtermin: 03.05.
Tastingmaster: Marian, Sebastian
Nase: Hier haben wir eine ausgewogene, milde Fruchtigkeit, leicht und angenehm. Es ist etwas zu flüchtig für die Maximalnote, aber doch sehr sommerlich mit wohltuend leichter Süße.
Man kann das gern als Spätfolgen eines jahrelangen, übertriebenen Alkoholkonsums und der damit verbunden völligen Verätzung der Geruchssinneszellen abtun, aber - meine Damen und Herren - ich bekomme hier die Idee des typischen Geruchs eines Blended Scotch mit. Damit meine ich Schuhputzmittel wie "Johnny Walker", aber auch akzeptable Trinkwhisky wie "Famous Grouse" oder "Macallan". Ich gebe frei zu, dass dies ziemlich abwegig klingt, aber wir sollten eines: nämlich die spirituell-religiöse Komponente eines Weintastings nicht vergessen: Nämlich dass Er, der große J., aus Wasser Wein gemacht hat. Und das bedeutet weiter: er konnte aus Wasser alles machen. Also auch Wein mit Whiskyaroma. Man denke mal nach darüber... (1)
Körper: Man verspricht uns auf dem Etikett ein "Blumenbeet" ... wir haben offengestanden noch nie eins gekostet, aber wenn man damit den Geschmack eines dünnen, fast wässrigen Rosé meint, stimmen wir zu. Nun, bleiben wir fair: Es ist ein schöner, sehr frischer Wein, mal nicht charakteristisch im Sinne von StehtzwarRosédrauf-schmecktabernachsonstwas, sondern ehrlich, leicht und sommerlich. Nur eben vielleicht eine Spur zu leicht. Lässt man ihn auf der Zunge zergehen, deutet sich ferner eine leichte Öligkeit an. (7)
Abgang: Der Abgang ist hier ganz hervorragend. Er entschärft alles, was sich auch nur ganz leicht als Bitterkeit im Geschmack andeutet, hat einen vollen Charakter, der beinahe eigenständig wirkt im Vergleich zu dem luftigen Körper. (3)
Fazit: "La Puède" ist ein guter Sommerrosé für all die Mädchen, die's gern besonders leicht mögen. (11)
Snobfaktor: 20.95
Prollfaktor: 17.86
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